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Bernhard Mathäß (rechts) positioniert den Altar in der Krypta

Transport war eine Zentimeterarbeit

Er bringt eine Tonne auf die Waage und ist etwa 0,4 Kubikmeter groß. „Und ich habe ihn fast genau so im Steinbruch gefunden“, betont Bernhard Mathäß.
Der Neustadter Bildhauer hat jetzt den Altar für die Krypta angeliefert. Gemeinsam mit zwei jungen Helfern hat er ihn genau an der Stelle aufgestellt, wo er hingehört. Bewegt wird er nun nicht mehr – der Aufbau des Fußbodens erfolgt um ihn herum. „Dann sieht es aus, als sei er tatsächlich hier gefunden worden.“
Diese Symbolik ist dem Künstler wichtig. „Der Raum und das Projekt haben mich von Anfang an gereizt“, bekennt er. Die „Krypta“, was ja übersetzt „die Verborgene“ heißt, weckt bei ihm die Assoziation mit den ersten Gottesdiensten in Rom, mit dem Fundament des Glaubens und auch dem verworfenen Stein, der den Erwartungen nicht entsprochen hat und später dennoch zum Eckstein geworden ist.

„Genauso ist es mit diesem Steinblock“, erklärt Mathäß und verweist auf die sichtbaren Sprenglöcher sowie einen Riss, der sich von der Vorderseite durch den Stein bis nach hinten durchzieht. Und auch die Farbigkeit – viel Rotanteil im ansonsten gelben Sandstein – machen den Block zu etwas Besonderem.
An den Proportionen des Steins hat Mathäß nicht viel verändert – aber das Erkennungszeichen der Herz-Jesu-Priester, das Herz, an der Vorderseite gut sichtbar eingearbeitet. Die Altarplatte ist aus Cortenstahl, die schon jetzt Patina angesetzt hat – also auch nicht „perfekt“ daherkommt.

Den Stein durch die neue Türöffnung zu transportieren, war Zentimeterarbeit. Dabei ist diese Öffnung schon größer als ursprünglich. Die Türbreite wurde so angepasst, dass der gesamte Zugang barrierefrei ist und den Brandschutzvorgaben entspricht. Eine massive Eichentür wird von der Neustadter Schreinerei Gutting angefertigt.

Auch im Innern der Krypta sind die Baufortschritte jetzt gut ersichtlich: Die Wände sind alle gereinigt, aber im ursprünglichen Zustand erhalten – wie auch die acht Säulen. Und so kommt es, dass sich hier kein einheitliches Bild ergibt: Einige der Säulen sind mit Sandsteinen verblendet, andere nur verputzt. Für das Mauerwerk der Wände wurden größtenteils Sandstein verwendet, aber auch Ziegelsteine kamen zum Einsatz – „gerade so, wie damals Material zu Verfügung stand und Mittel vorhanden waren“, vermutet Katharina Bachtler-Großmann. Bei der Provinzsekretärin laufen alle Fäden der großen Baumaßnahme zusammen.

Die verputzen Flächen sind inzwischen gestrichen, ebenso die Decke, an der noch die Beleuchtung fehlt. Kabel und Leitungen sind unter Putz und hinter Verblendungen verschwunden, die Fenster aufgearbeitet.

Als nächster Schritt steht nun der Fußbodenaufbau an, inklusive Fußbodenheizung. Den Belag bilden bekanntlich Sandsteinplatten, für die das Kloster Neustadt eine Spendenaktion gestartet hat. „Es ist sehr erfreulich, wie viele Menschen einzelne Sandsteinbodenplatten finanziert haben“, freut sich Rektor Pater Gerd Hemken SCJ.

„Das macht deutlich, dass wir hier nicht in tote Steine investieren, sondern in einen sehr wertvollen Ort“, betont er. Denn Gäste und Besucher im Kloster Neustadt sollen in der Krypta einen Ort finden, in dem sie zur Ruhe kommen, beten, Atem holen können.

Und auch Pater Olav Hamelijnck SCJ freut sich sehr auf die Fertigstellung: Seine neuen spirituellen und gottesdienstlichen Angebote rufen förmlich nach der kontemplativen Atmosphäre der Krypta. Und wenn endlich wieder die Taizé-Gottesdienste (nach Ostern) stattfinden können, dann werden die auch in der Krypta gefeiert.

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(Stand: 23.02.2021)

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