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Mit vielfältigen Quellen machte P. Vivell das Thema anschaulich

„Namenlose Frauen in den Evangelien und die ersten Christinnen“

Das Bibelseminar „Namenlose Frauen in den Evangelien und die ersten Christinnen“ im Kloster Neustadt von Pater Hans-Ulrich Vivell SCJ war sehr gut besucht – von Frauen und Männern. Zum einen lag das am Thema selbst, das der Referent sehr aktuell auslegte.

Durch die Aufmerksamkeit und die gestellten Fragen der Teilnehmenden bekam dieses Bibelseminar noch einen besonderen aktuellen Aspekt. Es gab sehr viele Anregungen und Denkanstöße für die momentane Situation der Institution Kirche, und die Gruppe war froh, dass endlich wieder ein Bibelseminar stattgefunden hat.

In beeindruckender Weise und mit fundiertem Wissen gelang P. Vivell ein sehr anregender Vortrag, den er mit Bibeltexten, Fotos und Film untermalte. Mit Hilfe vieler Beispiele aus der Bibel schilderte er anschaulich, dass man sich von der Vorstellung lösen muss, dass die Jünger, die Jesus begleiteten, nur Männer waren; es gab auch Frauen als Jüngerinnen, die Jesus nachfolgten. Jesus hat erstaunlich viele Gleichnisse aus dem Lebensalltag der Frauen erzählt und sie als Ort der Gotteserfahrung gedeutet. Den längsten Dialog in der Bibel hält Jesus mit einer Frau – der Samariterin am Brunnen (Joh 4,1-26).

Zur Zeit des Apostels Paulus waren sogar Ehepaare als Missionare tätig, und in der jungen Kirche gab es auch Frauen als Diakoninnen. In einer Kirchenordnung aus dem 3. Jahrhundert ist zu entnehmen, dass der Bischof einen geeigneten Mann und eine geeignete Frau aus der Gemeinde auswählen und sie als Diakone einsetzen soll. Ein weiteres Beispiel: Zur Zeit Kaiser Justinians (von 527-567 römischer Kaiser in Konstantinopel) arbeiteten an der Hagia Sophia neben 100 männlichen Diakonen auch 40 weibliche Diakoninnen.

Ankündigung: Kirche am Abgrund – Hat sie noch Gestaltungskraft für die Zukunft?

In der Reihe der Akademietagungen am Samstagmorgen im Kloster Neustadt hat P. Vivell am Samstag, 14.11.2020, den Fernsehjournalisten und Buchautor Dr. Michael Albus eingeladen. Auch sein Thema ist sehr aktuell. Es lautet „Kirche am Abgrund – Hat sie noch Gestaltungskraft für die Zukunft?“ Eine der Fragen des Referenten lautet: Was muss geschehen, damit die Kirche wieder Gestaltungskraft für die Zukunft bekommt, wieder Berührung mit den konkreten Menschen findet, wieder hinausgeht, statt drinnen sitzen zu bleiben?

Die Akademietagung findet in der Zeit von 9 bis 13 Uhr statt. Tagungsgebühr; 10 Euro zzgl. Mittagessen, das bei Interesse zugebucht werden kann.

Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich. Anmeldung und Info unter Tel. 0621-9850 oder per Mail an info@kloster-neustadt.de

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(Stand: 27.01.2021)

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