Ausstellung „Lebens.Kunst.Weisheit“: Thesen zu Fragen der heutigen Zeit
24. Oktober 2019

Wandertage: Moderne Sprache für die Suche nach Gott

Wandertage: Moderne Sprache für die Suche nach Gott

„Wandern ist Beten mit den Füßen“ – so könnte man das Angebot von Bruder Josef Faath SCJ beschreiben: An jedem ersten Samstag im Monat lädt er zum Meditativen Wandern ein. Morgens um 9 Uhr ist Start in der Kirche des Herz-Jesu-Klosters in Neustadt, Rückkehr gegen 17 Uhr. Dazwischen liegen Zeiten des Schweigens, es gibt Impulse und die Gelegenheit zum Austausch, einen Aufenthalt in einer Hütte im Pfälzerwald - und meistens eine Strecke zwischen 15 und 20 Kilometer.

Im vergangenen Jahr hat Faath das Angebot von Pater August Hülsmann SCJ übernommen, der die Wandertage jahrelang organisiert und geleitet hatte. Das Jahr 2019 hatte Faath unter das Motto „Pilgern“ gestellt. Im kommenden Jahr soll es immer irgendwie um „Sehnsucht“ gehen.

„Viele Wanderer kommen immer wieder, es gibt so etwas wie einen harten Kern“, erzählt er, verhehlt aber auch nicht: „Ich freue mich über jedes neue Gesicht.“ Die einzige Voraussetzung: Man sollte schon „ein guter Wanderer“ sein und die Strecke bewältigen können.

Jeder Wandersamstag und jede Wanderung wird unter einem Stichwort stehen, das etwa „Unruhe“ lauten kann oder „Sehnsucht und Träume“. „Mir ist es wichtig, Fundamente des Glaubens zu vermitteln – in der heutigen Sprache. Denn da hat Kirche leider immer noch Nachholbedarf“, so Bruder Josef. Mit dem Impuls zum Einstieg in den Tag und der Musik will er einen Bezug zum Leben der Menschen herstellen. Bewusst wählt er aus ganz unterschiedlichen Quellen – das kann mal ein rockiges Lied sein oder ein unbequemer Text. Auf der ersten Etappe der Wanderung haben die Teilnehmenden viel Zeit, darüber nachzusinnen: Der Weg wird schweigend zurückgelegt, nur unterbrochen durch weitere Impulse Faaths. Auf der Hütte, nach dem gemeinsamen Mittagessen, besteht dann die Gelegenheit zum Austausch über die eigenen Gedanken, „und das kann dann schon sehr persönlich werden“, so die Erfahrung.

Auf dem Rückweg unterhalten sich die Wanderer dann über alle möglichen Themen. „Die Teilnehmer wollen Gemeinschaft erleben, sie wandern gerne, aber vor allem spüre ich bei ihnen häufig die Suche nach Gott in ihrem Leben“, so Faath. „Ich sehe meine Aufgabe darin, ihnen Impulse zu geben, die ihnen bei dieser Suche helfen können.“

Bruder Josef Faath schöpft dabei auch aus seinen Erfahrungen auf dem Jakobsweg, den er 2015 gelaufen ist. Zudem hat er – für Gäste im Kloster Neustadt – eine ganze Reihe von Wandertouren ausgearbeitet, die zu den umliegenden Hütten des Bildungs- und Gästehauses führen. Sie können an der Rezeption angefragt werden.

Die Wandertage 2020 stehen unter dem Stichwort „Sehnsucht“. Was bedeutet diese Unruhe, die mich vorwärtstreibt? Was sagen mir meine Träume? Wie nutze ich die Phantasie für die Wirklichkeit?

08.02.2020: Zehn Gebote des Wanderns
07.03.2020: Höre auf deine Träume
04.04.2020: Schöpfung
02.05.2020: Auferstehung
06.06.2020: Die Kraft der Phantasie
04.07.2020: Der Traum von Freiheit
05.09.2020: Das Kind in mir
03.10.2020: Überraschung
07.11.2020: Worauf es ankommt

Teilnahmebeitrag (ohne Verpflegung): 5 Euro.

Anmeldung bitte bis eine Woche vor der Veranstaltung unter Tel. 06321-875-0 oder per Mail an info@kloster-neustadt.de.

Weitere Fragen beantwortet Bruder Josef Faath: josef.faath@scj.de

Corona: Aktuelle Situation

(Stand: 26.11.2021)

Liebe Gäste, Freundinnen und Freunde unseres Hauses,

es freut uns, dass wir Sie wieder in unserem Bildungs- und Gästehaus willkommen heißen dürfen, als Übernachtungs- oder Tagungsgäste oder Teilnehmer an unseren Eigenveranstaltungen.

Zu unser aller Schutz und Sicherheit gilt in unserem Haus bereits seit Mitte Oktober die 2G-Regel. Somit können auch die Kapazitäten unserer Tagungs- und übrigen Gemeinschaftsräume wieder effizient genutzt werden.

Entsprechend der 2G-Regel haben ausschließlich immunisierte Gäste Zutritt, die entweder kompletten Impfschutz oder eine Genesung in gültiger Form nachweisen können. Zudem gelten entsprechend den gesetzlichen Vorgaben die Maskenpflicht und das Abstandsgebot.

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