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Farbenfrohe Bilder mahnen zur Bewahrung der Schöpfung

Bilder der indischen Künstlerin Lucy D´Souza-Krone

Bilder der indischen Künstlerin Lucy D´Souza-Krone

Ausstellung „Kunst fürs Klima“ eröffnet

Seit zehn Jahren schon machen sich die indische Malerin Lucy D´Souza-Krone und ihr Mann Andreas Krone Gedanken über das Klima und die Bewahrung der Schöpfung. Jetzt wurde ihre Ausstellung „Kunst fürs Klima“ im KLOSTER NEUSTADT in Zusammenarbeit mit der kfd im Bistum Speyer eröffnet.
Es ist tragisch, dass die Ausstellungseröffnung zusammenfällt mit der furchtbaren Hochwasserkatastrophe in Deutschland – aber irgendwie auch passend. Und weil die Zerstörung der Natur weltweit anhält, ist die indische Künstlerin sicher, dass sie das Ende der Reihe noch nicht erreicht hat. „Ich will weitermachen, und auch den Aspekt der Gerechtigkeit behandeln.“
Bekannt geworden ist sie in Deutschland unter anderem durch die Gestaltung des Misereor-Hungertuchs im Jahr 1999. Inspiration für ihre Bilder, die sehr farbenfroh sind, ist in erster Linie die Bibel. Biblische Texte, die sie selbst anregen, sollen auch beim Betrachten ihrer Bilder Anstöße geben, wie menschliches Handeln die künftigen Lebensbedingungen auf der Erde beeinflusst. Auch die Enzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus gebe ihr Anregungen, sowie zahlreiche andere Schriften, etwa Bücher aus ihrer Heimat Indien.
Bereits vor der offiziellen Eröffnung, im Sonntagsgottesdienst im Klosterpark, stellten Lucy D´Souza-Krone und ihr Mann Andreas Krone ausgewählte Bilder vor. Ihr Hauptanliegen ist, zu einer neuen Wertschätzung der Schöpfung beizutragen. „Mose weint“ heißt eines der Bilder, das schon vor mehreren Jahren entstanden ist und verletzte und abgeholzte Bäume zeigt, die der Auslöser sind für die Tränen Moses.
Die Alternative dazu ist „Der Weg zum Leben“, der zeigt, wie es kein kann, wenn die Menschen sich wieder auf die Bewahrung der Schöpfung besinnen. „Helfende Hände“ gibt es ebenfalls – und auch dieses Bild passe in die Zeit, meint die Malerin. Sie denkt dabei an die vielen Menschen, die jetzt haupt- und ehrenamtlich in den Überschwemmungsgebieten mitarbeiten, oder die auch „mit den Augen sehen und mit den Ohren hören“, was nötig ist.
P. Gerd Hemken SJ, Rektor im Kloster Neustadt, schlug in seiner Predigt den Bogen vom Sonntagsevangelium der vergangenen Woche zum Fatimasonntag, der auf einem Gelöbnis der Neustadter aus dem Jahr 1945 zurück geht, und zur Notwendigkeit zur Umkehr. Er verwies darauf, dass Gott die Menschen behüte, und dass diese ihrerseits die Aufgabe haben, die ihnen anvertraute Erde zu bewahren und zu behüten.
Für das KLOSTER NEUSTADT sei es „ein Glück und eine Freude“, die Werke von Lucy D´Souza-Krone zeigen zu können. Sie stellten eine Bereicherung für das Haus und die Gäste dar, erklärte Dr. Christoph Götz. Seit über 100 Jahren, so der Leiter des Bildungs- und Gästehauses, spiele die Bewahrung der Schöpfung und die Nachhaltigkeit eine herausragende Rolle im Engagement der Herz-Jesu-Priester an diesem Ort.
Umrahmt wurde die Eröffnung durch Musik von Gerhild Zuck (Querflöte) und Nadja Schmidt (Akkordeon). Marina Mathias, Diözesanleiterin der kfd Speyer, verwies auf die Aktion „kfd-Zeit – Blüte Zeit – Aufblühen und Wachsen“ im Frühjahr. Die Ausstellung sei davon eine Ergänzung und Fortführung, freut sie sich. Auch sie verwies in ihrer Eröffnungsrede auf ein zentrales Zitat aus Laudato Si, wo der Papst sagt: „Die dringende Herausforderung, unser gemeinsames Haus zu schützen, schließt die Sorge ein, die gesamte Menschheitsfamilie auf der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung zu vereinen, denn wir wissen, dass sich die Dinge ändern können.“
Die Ausstellung „Kunst fürs Klima“ ist im oberen Foyer des KLOSTER NEUSTADT noch bis 14. August zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 9 bis 16 Uhr; Eintritt frei, Spenden erbeten.

 

Corona: Aktuelle Situation

(Stand: 26.11.2021)

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