Wie das Kloster Neustadt der Corona-Krise trotzt
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Kulturfilmabend und Seminar über Alte Kulturen

 Abb.: Nemrud Dagi, Ostterrasse

Ostanatolien (Türkei) steht im Mittelpunkt des nächsten Kulturfilmabends im Kloster Neustadt mit Pater Hans-Ulrich Vivell am Sonntag, 13.03.2022, um 18.15 Uhr.
Pater Vivell präsentiert darin Arsameia am Nymphenfluss, Nemrud Dag, die dem Untergang geweihten Orte Samosata und Zeugma sowie den Säulenwald auf der Halbinsel Sinai.

Im Ausschreibungstext beschreibt Pater Vivell die Hintergründe: „Zwischen ca. 69 und 38 v. Chr. gelang es Antiochos I. das Königreich Kommagene am Euphrat zu gründen, zwischen den Großreichen der Parther im Osten und der Römer im Westen.
In Arsameia (Eski Kale) am Nymphenfluss baute er für seinen Vater Mithridates ein Hierothesion (heiliger Bezirk, Grabstätte) mit einem Prozessionsweg. Für sich wählte König Antiochos I. einen der höchsten Gipfel des Berglandes, den Nemrud Dagi (2150 Meter) als Ort seines Begräbnisses. Sein Grabhügel besteht aus Kalkschottersteinen, die über einen Felsenkern aufgetürmt wurden. Der Hügel wird von Terrassen flankiert mit Götterthronen, denen er sich selbst zugesellte.
Samosata/Samsat, in der Seleukidenzeit 300 v. Chr. gegründet, war die Hauptstadt im Kommagenenreich. Sie ist heute vom Atatürk-Stausee überflutet.
In Zeugma, einem seit Jahrhunderten wichtigen Euphratübergang (an der Seidenstraße), konnten durch Notgrabungen großartige Mosaiken gerettet werden, ehe der Ort in den Wassern des Birecik-Staudammes unterging. Die Mosaiken sind im Museum in Gaziantep untergebracht.“

Kostenbeitrag: 10,00 €, Anmeldung erforderlich

Seminar über Alte Kulturen

„Uruk, Babylon, Ninive – Die Geburt der Stadt im Alten Mesopotamien“ ist das nächste Seminar über Alte Kulturen am Wochenende 12./13.03.2022 überschrieben. Referent ist Prof. Dr. Mirko Novák, Universität Bern – Institut für Archäologische Wissenschaften/Abteilung für Vorderasiatische Archäologie.

Inhalte des Seminars sind: „Was ist eine Stadt und wie und wann kam es zu ihrer Entstehung?“, „Städtische Einrichtungen im Alten Mesopotamien“, „Die Stadt in der mesopotamischen Mythologie“ sowie „Uruk, Ninive, Babylon. Drei mesopotamische Metropolen und ihre ideologischen Grundmuster“.

In der Ausschreibung zum Seminar heißt es: „Um 3500 v. Chr. entstanden in Mesopotamien, dem Land zwischen Euphrat und Tigris, die ersten Städte der Menschheitsgeschichte. Tempel, Paläste, dicht bebaute Wohnbezirke, Werkstätten, Gärten und Stadtmauern kennzeichneten einen neuen Lebensstil, der zu zahlreichen Innovationen in Technologie und Verwaltung führte: die älteste Schrift und das Rollsiegel sowie Rad, Pflug und Bronzeherstellung. Auch in den folgen-den Jahrtausenden waren die Städte des Zweistromlandes Schauplätze wichtiger Entwicklungen in Wissenschaft und Technik.
Die mesopotamischen Metropolen wurden von den antiken Zivilisationen ebenso wie der Nach-welt gleichermaßen bewundert und gefürchtet: Ur in Chaldäa, Heimat Abrahams, Uruk, die Stadt des Gilgamesch, Babylon mit seinen beiden Weltwundern – den Stadtmauern und den Hängenden Gärten der Semiramis – und als Schauplatz des Turmbaus zu Babel, sowie Ninive, Zent-rum des weltbeherrschenden Militärstaates Assyrien, fanden Erwähnungen in der Bibel wie bei griechischen Historikern. Babylon wurde gar zum Synonym für urbanes Leben schlechthin, wie auch die Metapher des „Babylon Berlin“ verdeutlicht.
Im Seminar werden die Hintergründe für die Entstehung urbanen Lebens in Mesopotamien ebenso beleuchtet wie die Bestandteile einer mesopotamischen Stadt und die ideologischen Konzepte, die bei deren Gestaltung zum Aus-druck kamen. Einige Beispiele für die mythologische Behandlung mesopotamischer Städte runden den Blick ab.“

Information:

Kosten: 30 Euro zzgl. Mittagessen sowie evtl. Übernachtung und Frühstück.

Für beide Veranstaltungen gilt die 2G-Plus-Regel in der aktuellen Fassung.

Weitere Informationen und Anmeldung unter Tel. 06321-8750 oder per Mail an info@kloster-neustadt.de

 

Corona: Aktuelle Situation

(Stand: 03.04.2022)

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