Ausstellung „Lebens.Kunst.Weisheit“: Thesen zu Fragen der heutigen Zeit
24. Oktober 2019
Bildungsveranstaltungen von und mit Pater Vivell SCJ
9. Dezember 2019

Studienreise in eine kulturhistorisch und landschaftlich großartige Region

In den Nordwesten Irans führte die Studienreise, die Pater Hans-Ulrich Vivell SCJ Ende September unternahm. „Es ist kulturhistorisch, aber auch landschaftlich eine großartige Region“, schwärmt er.

An elf Tagen wurden im Land über 3000 Kilometer im Bus zurück gelegt. Das sind die reinen Zahlen dieser Studienreise. Von der iranischen Hauptstadt Teheran aus reisten die 14 Teilnehmer unter Leitung von Prof. Dr. Volker Eid in die fruchtbare Bergregion im iranischen Nordwesten. Auf dem Besuchsprogramm - zusammengestellt mit Unterstützung des Reiseveranstalters „Karawane Reisen“ - standen zwei christliche Klöster, vor allem aber viele muslimische Sehenswürdigkeiten: darunter Moscheen und Grabmale aus den unterschiedlichsten Zeitepochen. Deutlich wurde: „Jede muslimische Dynastie hatte ihre eigene Art zu bauen, was man nicht zuletzt an den wunderschönen Kacheln sehen konnte, mit denen die Moscheen verziert sind“, schwärmt P. Vivell.

Auf dem Programm standen abgelegene Dörfer, wunderschöne Landschaften, sowie das kaspische Meer, der größte Binnensee Europas. „Wir besichtigen auch die Millionenstadt Täbriz, die zweitgrößte Stadt im Iran. Teilweise sind wir viele Kilometer gefahren, nur Landschaft, und ab und zu erschien wieder ein kleines Dorf“, erzählt P. Vivell. Die Häuser dort sind zum Teil ganz aus Lehm gebaut. Die Menschen sind nichtsdestotrotz gastfreundlich und hilfsbereit.

„Wir haben erfahren, dass es in jedem Dorf jemanden gibt, der die kleinen Kinder unterrichtet. Wenn sie ein wenig älter sind, werden sie mit Bussen zu einer größeren Ortschaft gefahren und besuchen dort die Schule.“ Auch für die medizinische Versorgung üben sich die Iraner in Solidarität: Jeder gibt etwas in einen Fond, damit die Versorgung irgendwie möglich wird. Trotz dieses Zusammenhalts wurde auch deutlich: Die Jugend auf dem Land ist oft perspektivlos, weil eine hohe Arbeitslosigkeit herrscht, und auch der Drogenkonsum stellt ein großes Problem dar.

P. Vivell plant in der Regel eine große Studienreise pro Jahr mit archäologischem und kulturhistorischem Hintergrund. „Unsere Teilnehmer sind Menschen, die sich für andere Kulturen interessieren“, sagt er. Sie wollen erleben, wie die Menschen lebten und leben, bereiten sich gut vor.

Im kommenden Jahr organisiert und begleitet P. Vivell eine archäologische Studienreise nach Israel. Die Reiseführung liegt bei Prof. Dr. Wolfgang Zwickel. Einen Informationsflyer gibt es bereits. Die Anmeldung erfolgt bis 30.12.2019. bei P. Hans-Ulrich Vivell, Kloster Neustadt, Waldstr. 145, 67434 Neustadt.

Foto ©: Karawane Reisen

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